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Kreislandfrauen Ostprignitz-Ruppin e.V.

Zu den Teichen 18

16833 Linum

Kreislandfrauenverein Ostprignitz-Ruppin e.V.
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Dierberg, zentral gelegen…

…. ist ein sehr freundliches Dorf, mit einer breiten Strasse und großzügigen Häusern. Dort, wo die Allee von Rheinsberg nach Lindow führt und die Strasse nach Neuruppin sich schneidet, befindet sich die Dorfkirche. Sie ist ein Bau aus unregelmäßigem Feldstein Mauerwerk im Kern, aus dem frühen Mittelalter stammend. Sie wurde 1716 Barrock umgebaut. 

Bis in die Jahre 1276 kann man die Geschichte des Dorfes verfolgen.Zu dieser Zeit lebte ein Graf Konrad von Thierberg, der sich auf dem Klapperberg sein Schloß errichtete. Eine Sage berichtet, daß der Graf des Nachts im tiefen Tal, damit ist die Senkung zwischen Dierberg und Zippelsförde gemeint, herumgespukt haben soll. Es ist anzunehmen, dass der Name Dierberg von dem Namen des Grafen Thierberg abgeleitet worden ist. Im Laufe des 13. Jahrhunderts siedelten sich hier acht Bauern an. Sie ernährten sich in erster Linie von Ackerbau und Fischfang. 

1422/23 sind die Räuberleute aus Mecklenburg/ Stagard und im Jahr 1438 Lychener Adlige eingefallen. Letztere erleichterten die Bauern nicht nur um ihr Vieh, sondern nahmen ihnen auch ihre Armbrüste weg. Lammfromm waren die Dierberger also nicht und versuchten sich wenigstens ihrer Haut zu wehren. Bis 1541 gehörte Dierberg dem Kloster Lindow an. Dann folgten verschiedene landesherrliche Ämter. 

Es kamen schlimme Jahre für Dierberg. In der Zeit von 1549 bis 1599 wütete in Dierberg zweimal die Pest. Durch schlechte Bestellung der Felder und Witterungseinflüsse kam es 1590 zu einer Teuerung. Nachdem all die schweren Jahre durchlebt waren, kam der 30 jährige Krieg. Er brachte abermals viele Leiden und Sorgen. Es war soweit, dass sie Eicheln mahlen mussten, um daraus ihr Brot zu backen. Am Ende des 30 jährigen Krieges konnten die Dierberger endlich wieder aufatmen, denn 3 gute Kornjahre brachten ihnen eine reiche Ernte. Im Jahre 1675 verschlechterte eine zweite Teuerung wieder das Leben der Bauern. Hinzu kam ein nervöses Faulfieber, dass im selben Jahr das Dorf heimsuchte. Wie das Kirchenbuch aussagt, starben die Leute am „äußeren und inneren Jammer“.Damit wurde der Schreckenskurve jedoch noch kein Einhalt geboten. Im darauffolgenden Jahr setzte ein großes Viehsterben ein, fast alle Tiere des Dorfes starben. Endlich jedoch finden wir im Kirchenbuch für fast ein Jahrhundert keine Schreckensnachrichten mehr, bis zum 6. August nach Trinitatis ein großes Feuer ausbrach und 4 Häuser und eine Scheune und große Teile der Ernte vernichtete. Die Dierberger waren nun schon einiges gewohnt. Sie faßten immer wieder Mut und wollten endlich wieder vernünftig und gut leben. Dazu hatten sie sich eine Brauerei gebaut. Diese brachte ihnen jedoch wieder neue Sorgen. Im Jahre 1881 löste die Brauerei einen Brand aus und da nahezu alle Häuser in Dierberg Strohdächer hatten, gaben sie dem Feuer genügend Nahrung und 33 Gebäude verbrannten restlos. Man versuchte das Feuer einzudämmen, was jedoch nicht gelang, denn man hatte noch nicht ausreichend Brunnen im Dorf. Nach den Schlesischen Kriegen kamen einige Arbeiter ins Dorf und siedelten sich hier an. Um auszukommen, gab man ihnen einige Morgen Land. Das sollte eine Belohnung für ihren Einsatz im Krieg sein. Der ganze abgebrannte Teil wurde wieder aufgebaut. Ungefähr um 1890 erhielt Dierberg eine Eisenbahn, der Bahnhof sollte erst im Dorf gebaut werden, aber man ließ es nicht zu, so entstand er 1,5 km vom Dorf entfernt. In den Jahren 1954/55 wurde der alte Bretterverschlag ausgebaut und weil die Dierberger helle sind, legte man eine Lichtleitung zum Bahnhof,

Die Dierberger Einwohner (insgesamt ca. 300) waren gestern wie heute  immer eine aktive Gemeinde. Bereits 1955 gab es eine Kulturgruppe. Diese unterhielt auf z. B. Frühlingsfesten die Einwohner mit einem bunten Programm. Durch die Gründung der Landfrauengruppe im Jahre 2011 konnte diese Tradition erfolgreich wiederbelebt werden. Weit über die Dierberger Grenzen hinaus kommen heute viele Besucher zum alljährlichen Sommerfest, welches von den Landfrauen organisiert wird. Das Programm findet jedes Jahr immer mehr Zuspruch, durch sehr abwechslungsreiche themenspezifische Darbietungen, welche in eigener Regie entstehen. Mit äußerst hochmotivierten Statisten lösen die Auftritte Jahr für Jahr immer wieder tobenden Beifall aus.

 

Die Dierberger Landfrauengruppe zählt mit zu der zahlenmäßig am stärksten vertretenden Gemeinde im Landkreis.  Aktuell verfügt die kleine Gemeinde Dierberg insgesamt über 31 Mitglieder, im Alter zwischen ca. 30 und 85 Jahren. Ein Hauptziel der Landfrauengruppe besteht in dem Ausbau und Erhalt der Gemeinschaft im Dorf. So entwickelten sich noch weitere gemeinsame Unternehmungen, wie zum Beispiel dem Frühjahrs und Herbstputz.  In Gemeinsamkeit mit den Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr in Dierberg treffen sich so viele zusammen, zur Verschönerung des Dorfkerns. Die FFW in Dierberg wurde bereits 1912 gegründet und präsentiert sich jedes Jahr mit einem Tag der offenen Tür.  Zum 100-jährigen Bestehen im Jahre 2012, putzte sich Dierberg ganz besonders und zeigte sich von seiner schönsten Seite. Mit einem riesigen Umzug begann das Spektakel. Gefeiert wurde bei Musik und Tanz bis zum neuen Morgen und es gab ein von der FFW gesponsertes riesiges Feuerwerk. Alle die es bestaunen konnten, werden es wohl nie mehr vergessen. Die Mitglieder der FFW in Dierberg unterstützen die Dierberger Landfrauengruppe, wo auch immer „Not am Mann“ ist. Sie leisten zudem wertvolle Arbeit in der Gemeinde und organisieren z.B. eigene Feuerwehrwettstreite. Das Osterfeuer und das Herbstfeuer zum Tag der deutschen Einheit, ist mit seinem Fackelzug durch den Ort auch für kleine Dierberger ein Höhepunkt im Jahr. Denn Kinder gibt’s in Dierberg im Verhältnis zu anderen Orten relativ viele. Für junge Familien ist Dierberg, nicht zuletzt durch die vielen Aktivitäten im Ort ein attraktiver Wohnort geworden. Den Spielplatz noch schöner zu gestalten, ist einer der großen Aufgaben, denen sich die Dierberger in der nächsten Zeit gerne stellen. Ideen gibt’s genug. Da den Dierbergern die neue Generation ganz besonders am Herzen liegt, gab es schon zahlreiche Veranstaltungen für Kinder, wie z.B. das Drachenfest oder das Kinderfest. Letzteres steht  in jedem Jahr unter einem neuen Motto mit vorbereiteten kleinen Attraktionen. Sogar über eine berufliche Puppenspielerin verfügt Dierberg aktuell. Mehrmals konnte auch schon eine Hüpfburg zur Verfügung gestellt werden, welche bei den Kindern immer wieder hoch im Kurs steht.

Das alljährliche „Weihnachtsbaum anzünden“ am ersten Adventswochenende sowie die stimmungsvolle Rentnerweihnachtsfeier und auch die jährliche Frauentags Feier im Gemeindezentrum können durch große Teilnehmerzahlen und allgemeinen Zuspruch glänzen. Die Dierberger arbeiten alle samt sehr hart, denn das Leben auf dem Land ist bis heute nicht immer einfach und die Arbeitsstellen der meisten Einwohner kilometerweit entfernt.  Aber eines ist sicher, feiern können die Dierberger stets ausgelassen und mindestens genauso gut wie „Schaffen“. Verwunderlich ist es umso mehr, das sich trotz der wenigen Augenblicke, die den Menschen heute in dieser schnelllebigen Zeit bleiben, in den letzten Jahren je nach Geschmack und Neigung weitere Gruppen herauskristallisiert haben. So verfügt Dierberg seit einiger Zeit über eine Singe-Gruppe, welche aus ca. 10 Frauen  besteht. Sie proben regelmäßig, um an Geburtstagen ein Ständchen bringen zu können. Aber auch zu Veranstaltungen in Dierberg und Umgebung treten sie gerne auf. 

Des Weiteren tanzt sich nun schon seit einigen Jahren die Dierberger Line-Dance-Gruppe in die Herzen ihres Publikums. Mit anfänglichen Unsicherheiten verfügen sie heute über ein breites Repertoire verschiedenster Musikrichtungen und performern diese in dem wohl bekannten Line-Dance-Stil. In Dierberg gibt es sogar seit über 25 Jahren die sogenannten  „Dienstagsfrauen“. Früher noch aktiv mit Fahrrad und auf Wandertouren unterwegs, treffen sie sich heute wohl auch wegen des Alters (zwischen ca. 70 und 85 Jahren), zum gemütlichen Beisammensein am runden Tisch im Gemeindezentrum mit leckerem Kaffee und frisch gebackenem Kuchen. Des Weiteren gibt es in Dierberg auch seit ewigen Zeiten den DFD und auch den Mütterkreis, welche sich jeweils  14-tägig Mittwochs treffen. 

Viele Dierberger treiben aktiv Sport und sind Mitglied in Sportvereinen in den benachbarten Städten Rheinsberg, Neuruppin, Lindow und Gransee. Die Dierberger sind dort beispielsweise beim Fußball, Handball, Segeln oder auch beim Rudern vertreten. Der Marineclub in Rheinsberg beispielsweise mit seinem traditionellen Kutterpullen, wird von 14 Dierbergern aktiv unterstützt. So konnte in den Jahren 2015 und 2016 die Mix-Mannschaft dieses Vereins den Deutschen Meistertitel gewinnen.  

Dierberg ist damals wie heute einfach eine besondere Gemeinde. Es verfügte als eines der wenigen Dörfer zu DDR-Zeiten sogar über eine eigene Funkanlage. Insgesamt wurden 11 Lautsprecher im Jahre 1956 installiert um die Bevölkerung mit den neusten Nachrichten oder auch über besonderen Ereignissen zu informieren. Eigentlich gab es damals alles was man brauchte. Einen Konsum beispielsweise, einen Kindergarten und auch eine eigene Gemeindeschwester, wie im Film „Schwester Agnes“. Die gute Seele des Dorfes hieß „Schwester Ilse“ und war als Gemeindeschwester auch für die Nachbardörfer Banzendorf und Hindenberg bei Bedarf Tag und Nacht im Einsatz. Heute ist sie sagenhafte  86 Jahre alt. 

 
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